Die Unterschiede zwischen Ukulele und Gitarre

Ist die ukulele eine gitarre?

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Die Ukulele ist ein unübliches und interessantes Musikinstrument. Leute verbinden mit dem Ukulelenklang immer Hawaiianische Musik, doch heutzutage wird die Ukulele weltweit in allen möglichen Musikrichtungen eingesetzt. Berühmt wurde die Ukulele in der modernen Welt aufgrund der geringen Anschaffungskosten, der einfachen Herstellung und wegen das einfache Erlernen des Ukulelespielens.

Die erste Ukulele erschien in den 1880er Jahren nach der Ankunft portugiesischer Segler in Hawaii. Laut einer Erzählung gab es viele Holzarbeiter unter den Hawaiianern, die damit begannen, kleine Gitarren herzustellen, die den portugiesischen Instrumenten kavakyno stark ähnelten. Sie verkauften sie innerhalb der eigenen Bevölkerung. Die Hawaiianer nannten ihre Gitarre „Ukulele“, was übersetzt so viel bedeutet wie „springender Floh“. So dauerte es auch nicht lange, dass sich die Ukulele etablierte und schließlich zum Nationalinstrument wurde. Auf den Inseln wird die Ukulele hauptsächlich in der eigenen Volksmusik verwendet, doch einige Künstler haben ihren eigenen Style entwickelt. Nach der Panama Pacific Ausstellung in San Francisco, USA, wurden Konzerte mit Hawaiianischer Musik abgehalten und die Popularität der Ukulele stieg schlagartig.

Das Design der Ukulele ist genauso wie das Aussehen einer Gitarre. Die Hauptunterschiede sind einerseits die geringere Größe und die Tatsache, dass Ukulelen nur 4 Saiten haben. Es gibt vier verschiedenen Arten von Ukulelen: Sopran, Konzert, Tenor und Bariton. Die erste Art ist die kleinste Ukulelenart und zählt nur bis zu 20 Zoll. Andere Arten verfügen über größere Größen und einer tieferen Tonbreite. Die Form der Ukulele ist nicht immer die bekannte „Acht“, sondern kann auch dreieckig, quadratisch, oval oder sogar ananasförmig sein. Ein interessanter Fakt ist, dass die quadratischen Ukulelen oft aus recycelten Zigarrenboxen hergestellt werden. Momentan bieten manche Ukulelenbauer auch verschiedene untypische Variationen der Ukulele an, wie zum Beispiel eine sechssaitige „Guitarlele“, eine Ukulele mit Balalaikarahmen oder auch elektrische Ukulelen, die aussehen wie eine Stratocaster. Alle Ukulelen Arten außer die Baritonvariante sind gleich gestimmt: So-Do-Mi-La. Es gibt aber auch eine alternative Variante, eine Ukulele zu stimmen: La-Re-Fa-C, also höher gestimmt als üblich. Die Baritonukulele war die erste vierseitige Gitarrenart.

Die Technik, eine Ukulele spielen zu können, ist einfach und unkompliziert. Bei der Ukulele als Begleitinstrument formt die linke Hand die Akkorde (die übrigens viel einfacher zu greifen sind als auf einer Gitarre) während der Zeigefinger der anderen Hand die Saiten mit einer Auf- und Abbewegung anschlägt.
Um einen Solopart zu spielen, ist ein Vermittler häufig von Nöten. Jazzgruppen nutzen oft die Ukulele in ihrer Musik, wo das hohe Fortepiano von leichten und hohen Akkorden der Ukulele begleitet wird. Nach und nach wurden die Bühnen der Welt von Gitarrengruppen überrannt, die elektrische Effekte in ihrer Musik verwendeten – elektrische Gitarren, Verstärker und Soundeffekte. Die Ukulele wird von vielen Volksmusikgruppen, Countrysängern und vielen mehr verwendet.

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